Die neue „digitale Mittelschicht“

Die neue „digitale Mittelschicht“

Es ist Freitagmittag, ich sitze hier im IC auf dem Weg von Frankfurt nach Münster. Die Woche war interessant, vielseitig und spannend.

Meine Woche

Der Montag war geprägt von Abstimmungen, Beratungen und Ausarbeitungen. Abends ging es nach Münster zum 24. Westfälischen Unternehmertag an dem unser Landesvater, Armin Laschet, einen interessanten Überblick über regionale und bundespolitische Entwicklungen gegeben hat.

Dienstag und Mittwoch ging es nach Münster zu Veranstaltungen auf denen sowohl Steuerberater als auch Unternehmer auf den neusten Stand eines Lösungsanbieters gegeben wurde. Auch ein Blick über den Tellerrand in die neue schöne digitale Welt wurde gegeben.

Gestern, Donnerstag, war die Crisp Research Perspective. Die Senior Analysten sowie Customer Keynotes zeigten auf was heute bereits digital möglich ist, in was für einer technologisch, digitalen Welt wir bereits leben und was in den nächsten Jahren auf uns zukommen wird.

Allerdings möchte ich hier kein Tagebuch führen und publizieren. Mir geht es darum aufzuzeigen wie unterschiedlich über Digitalisierung gesprochen wird und mit was für unterschiedlichen digitalen  Mindsets Unternehmen und Organisationen aufgestellt sind.

Das Spektrum der digitalen Skills

Bei den Ausführungen von Armin Laschet ging es vorwiegend um gesellschaftliche Themen. Das Wort „Digitalisierung“ wurde – nach meinem Gedächtnisprotokoll - genau einmal genannt im Zusammenhang mit Glasfaserausbau. Der Begriff „Kohleausstieg“ war wesentlich präsenter und für die anwesenden Unternehmer scheinbar auch (nach deren Meinung) wichtiger. Naja.

Auf den Veranstaltungen in Münster kamen vorwiegend kleine und mittelständische Unternehmer sowie „klassische“ Steuerberater. Hier wurde viel über Risiken der Digitalisierung gesprochen und das Sicherheit das höchste Gut ist. Dass man sein Smartphone doch schützen sollte und dass die Amazon Alexa den ganzen Tag mithört. Natürlich hören auch die Smartphones via Siri oder Google mit. Ein Berater teilte gar mit, dass bei vertraulichen Besprechungen die Smartphone nicht mit in den Besprechungsraum genommen werden dürfen. Man weiß ja schließlich nicht wer was mit deren Daten so macht. Es wird darüber gesprochen dass die meisten Unternehmen nicht revisionssicher Dokumente speichern und dass elektronische Rechnungen ausgedruckt und abgeheftet werden. Einige Teilnehmer werden gar wütend, wenn über Empfehlungen zur Digitalen Transformation gesprochen wird.

Bei der Crisp Research Perspective Analysten Veranstaltung am Donnerstag ging es um Multicloud, Internet of Things (IoT) u.a. bei der Tour de France, KI, AI, Augmented Reality. Der Kunde Osram präsentiert dass dass keine Leuchtmittel mehr und Glühbirnen mehr von Osram hergestellt werden sondern eine eigene IoT Plattform angeboten wird. Unter anderem werden komplette Städte mit Leuchtkonzepten unterstützt so dass bis zu 80 % Energiekosten eingespart werden. Die ganz abgefahrenen präsentierten Möglichkeiten lasse ich einmal weg. Unter https://medium.com/@davidhirsch/crisp-perspective-2017-f80aa7345d6e Ist eine schöne unabhängige Zusammenfassung dargestellt.

Die gesellschaftliche und digitale Unter-Mittel-Oberschicht


So wie es gesellschaftlich die Unter-Mittel-Ober Schicht gibt, so gibt es diese im Bereich der digitalen Skills auch: Es gibt die Unternehmer – so erfolgreich diese auch unternehmerisch zur Zeit sein mögen – die kein oder kaum digitales Wissen aufweisen und sich sogar dagegen sperren. Dann die Entscheider, die sich mit einigen digitalen Themen auseinander setzen und auch einige digitale Lösungen nutzen, meist interne IT Strukturen. Und dann wären da noch die Unternehmer die sich intensiv damit auseinander setzen, sich digital bilden und ganz neue Mehrwerte schaffen.

In der Zukunft wird das digitale Wissen noch mehr auseinanderdriften. Ähnlich wie in der Gesellschaft die Unter, Mittel und Oberschicht auch. Ich bin davon überzeugt dass die gesellschaftlichen Schichten sich immer mehr an den digitalen Skills koppeln werden. Unternehmer und Mitarbeiter die der Digitalisierung offen gegenüber stehen und höhere digitale Kompetenz aufweisen werden zukünftig erfolgreicher sein als andere.

Doch ich bin kein digitaler Erschrecker. Digitales Wissen aufzubauen ist kein Hexenwerk.

Es ist einfacher als Unternehmen digitales Wissen aufzubauen als für digitale Unternehmen das Fachwissen der jeweiligen Unternehmen und Organisationen aufzunehmen und das umzusetzen.

Die digitale Unterschicht ist voller Skepsis, ja, voller Angst und es muss noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Oder der Markt erledigt es von alleine. Die Oberschicht sitzt bereits bei den zukunftsgerichteten, digitalen Lösungsanbietern dieser Welt und erkundigt sich was als nächstes umgesetzt wird. Ganz nach dem Motto: Lerne, entwickle und wachse. Bei der digitalen Oberschicht mache ich mir keine Sorgen. Diese Unternehmer sind zu beglückwünschen für die erfolgreiche digitale Unternehmenszukunft.

Die Aufgabe von ballo.digital ist es die Unternehmen der „digitalen Mittelschicht“ zu unterstützen eine eigene digitale DNA im Unternehmen zu entwickeln. Ziel ist es bereits erfolgreiche Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen mit eigenen digitalen Wissen fit zu machen für die digitale Zukunft.

Ich freue mich auf die nächsten Projekte. Die nächste Woche beginnt mit einer Reise an den Bodensee. Ich freue mich auf das spannende Projekt mit Entscheidern. Die Kunden gehören allerdings jetzt schon zur digitalen Oberschicht.

Bis Bald

Ballo

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